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Manni Müller - das Original

Manni mit Jürgen von der Lippe

Manche sagen, Namen seien Schall und Rauch. Das mag stimmen. Kommt man aber vom Süden durch Wulsdorf und Geestemünde in die Seestadt, oder verlässt man sie im Norden vor Langen wieder, den Namen Manni Müller kennt jeder hier, und weit über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus.
Eigentlich heißt er ja Manfred Müller, aber jeder nennt ihn freundschaftlich Manni, und jeder kennt ihn, den Sänger und Gitarristen, den Entertainer zum Anfassen.

Kein Wunder; denn schon Ende der 50er Jahre macht er sich einen Namen mit seiner außergewöhnlichen Stimme und seinem Talent bei den Sängerwettstreiten bei „Seebeck am Markt“. Bremerhaven wird ihm zu klein, er will die Welt sehen, und so beschließt er, 1964 mit seinem Freund Paul-Ernst Lührs, einem geborenen Helgoländer, und seinem 1963 Citroen  (2 CV), genannt „Difty“, einmal um die Welt zu fahren. Mit nur DM 160.- Mark in der Tasche, aber den Kopf voller Ideen und im Herzen das Abenteuer, fahren sie los. Diese Reise dauert zwanzig Jahre. So lange unterwegs zu sein haben sie nicht geplant, aber überall auf dem Globus spielen und singen die beiden Freunde, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Diese Weltreise geht durch Europa, Asien, Australien, Amerika und Afrika und bringt Manni und Ernst eine Eintragung in ´s Guinness Buch der Rekorde im Jahr 1988 für die längste Tour in ein und demselben Auto, 83 Länder, 5 Kontinente und insgesamt 350.000 km.

Etwas bringt ihm aber viel mehr, seine beiden Kinder, ein Sohn und eine Tochter, aus seiner Ehe mit einer Amerikanerin.
Im April 1984, also fast auf den Tag genau, kehrt Manni zurück in die Seestadt. Es spricht sich schnell herum, und er wird eingeladen, in Bremerhavener Kneipen zu singen, ist gerngesehener Gast auf öffentlichen Festivitäten wie dem Basar Maritim, dem Geestefest oder dem beliebten Bürgerbummel.
Aber auch seine Freunde möchten ihn gern auf ihren privaten Partys haben.
Diese unglaubliche Popularität veranlasst ihn, 1985 das „Sanssouci“ Ecke Grazer Straße zu eröffnen. Und jeder kommt, und jeder will ihn hören. Teilweise reisen die Gäste sogar aus dem tiefsten Süden der Republik an, um den singenden Chef persönlich zu erleben.
Manni nimmt Mitte der 80er mit Freunden die Single „Windjammer“ auf, eine Komposition des ortsansässigen Liedermachers Hans Kirschenlohr, damit jeder den gefragten Musiker auch hören kann wenn er nicht vor Ort ist.

Aber der innere Drang, etwas Neues zu erleben, ein weiteres Abenteuer zu starten, lässt ihn nicht ruhen.
So beschließt Manni Müller 1999, dieses Wagnis noch einmal zu starten, wieder in dem 1963er Citroen. Dieses Mal nimmt er den 60jährigen Bremerhavener Reisebegleiter und Musiker Karl Heinz Brümmer als Weggefährten mit, der ebenfalls verrückt nach Reisen ist.
Die Ziele: Eine zweite Eintragung in ´s Guinness Buch der Rekorde 2000 und die Reise mit „Difty“ in 80 Tagen zu schaffen. Die Route führt sie von Bremerhaven über Berlin zuerst nach Warschau führen, dann weiter nach Russland, Japan, USA und zurück über Irland und Belgien in die Heimatstadt. Hierfür ist eine eigene Homepage eingerichtet worden (momentan nicht erreichbar), in der jeder mit einem PC und Internetzugang blättern und die Reise verfolgen kann.
Manni und Karl-Heinz möchten Gefühle mit Musik berühren und für eine bessere, gesunde Umwelt eintreten, um die Schönheit der Natur zu erhalten.
Unter anderem haben sie vor, der Welt zu zeigen und zu beweisen, dass das 21. Jahrhundert die Ära der offenen Grenzen und des freien Reisens ist.
Sie beabsichtigen, als „Botschafter der Herzen“, eine Kette der Freundschaft mit verschiedenen Nationalitäten der Welt zu schließen.
Am 30. Mai 1999 geht es los, direkt vom „Bürgerbummel“ und begleitet von einem Citroen-Club Konvoi Richtung Polen, und „auf die Minute genau“ treffen alle Drei (Difty gehört ja dazu) vor ca. 1.500 Schaulustigen, Fans und Freunden wieder auf dem Theodor-Heuß-Platz ein. Diese Reise wird in einem Buch („On the road again“, ISBN 3-00-008251-4), mit vielen tollen Bildern, festgehalten.

Manni´s Geschichten werden von seinem Leben geschrieben, und alle sind witzig und spannend. So bekommt er 2005 von einem Bekannten eine desolat wirkende Geige geschenkt, um sie sich an die Wand hängen zu können. Manni vermutet aber eine Vergangenheit, ein Geheimnis, wie alte Instrumente es oft mit sich herumtragen. Um den Wert schätzen zu lassen, wird sie nach Bremen zu einem Geigenbaumeister gebracht. Der erkennt sie als sein Gesellenstück, sein Eigentum, das er vor vielen Jahren in Mittenwald baute. Die Geige wurde ihm gestohlen. Manni gibt sie ihm zurück. So wie er jedermann gegenüber freundlich und fair ist, ihnen Freude schenkt, kommt es hin und wieder vor, dass auch er beschenkt wird.

M & M

So passiert es, dass sich Maria Schröder, ebenfalls Entenfahrerin, bei ihm meldet.
„Gondola Mia“ heißt die „Ente“ der 81-jährigen Wahl – Bremerhavenerin, und in jedem Jahr von Mai bis Oktober besuchte sie mit ihrem „Döschewo“ Freunde in ganz Europa. Jetzt möchte sie nicht mehr fahren. Anstatt ihr zweites Heim aber zu verkaufen, will sie es lieber verschenken. Neuer glücklicher Eigner ist ab sofort Manni Müller, der ihr bestens bekannte „Ente“rtainer aus der Seestadt.
„Der Grund dafür ist einfach. Ich weiß, dass sie bei ihm gut aufgehoben ist“, sagt die rüstige Rentnerin, Fan dieses Kult-Gefährts seit 1959, und so lange ist sie ständig auf Achse und besucht „Ententreffen“ in ganz Europa. Um unterwegs unabhängig zu sein, ist „Gondola Mia“ fast wie ein Wohnmobil ausgestattet. Neben einer vollständigen, kleinen Küche im Kofferraum, ist neben dem Fahrersitz auch noch Platz für eine Schlafliege.
Wo immer auch ein Welttreffen dieser legendären Citröens stattfindet, Mia Schröder ist die älteste Teilnehmerin, in der Szene als „Mia from Germany“ bekannt, und immer ist sie für die Presse der Star mit ihren Anekdoten aus ganz Europa. „Ente-Fahren ist keine Fortbewegung, es ist Leidenschaft, eine Lebenseinstellung.“ Das ist für die liebenswerte Seniorin  ausschlaggebend, sich dieses französische Fahrzeug zu gönnen, von dem sie erst glaubt es sei ein Eigenbau.

Manni und sein Herzblatt

Manni´s Leben findet sich also größtenteils auf vier Rädern wieder, ein anderer Teil von ihm gehört der Musik. Beides ist ein bisschen weniger geworden, seit Lebensgefährtin Andrea Addicks (Hochzeit geplant Mitte April 2006) in sein Leben getreten ist. Aber man kann ihn immer noch buchen, für private Anlässe oder für kleine und große Veranstaltungen.
Wer ihn kennt möchte meinen, Manni Müller hat eigentlich schon alles gemacht. Aber weit gefehlt. Ob nun Sänger, Entertainer, Gastronom, Enten-Spezialist, Reisebegleiter, Weltreisender und Botschafter für seine Heimatstadt Bremerhaven, Manni setzt noch einen obendrauf. Immer auf der Suche nach etwas Neuem und trotzdem seinem Stil treu bleibend, hat er jetzt mit seinem Familien Team ein neues Projekt in Angriff genommen, die „Rollende Romanze“.
Natürlich reicht für die Umsetzung dieser Idee Mannis alter Taxischein von 1964 nicht mehr.
In nächtelangen Sitzungen lässt er sich von seiner Familie für die Sach- und Fachkunde Prüfung für das Taxen und Mietwagen Gewerbe abfragen.
Nicht ohne Stolz sagt er: „Das war nicht einfach, Kinnings, aber ich hab ´s geschafft!“  
Die „Rollende Romanze“ ist sogar als Paket zu ordern mit einem professionellen Fotografen, Blumen, einer Band für die Hochzeit, und was sonst noch zum Gelingen solch einer Festlichkeit gehört. Selbstverständlich auch mit dem traditionellen „Ave Maria“ vom „Kutscher“ gesungen, wenn gewünscht.
Geplant ist neben „Hadley“ (wunderschöner 1954er 11 CV), so der Name des Autos,  schon der zweite Wagen, der bereits im Bau ist, sozusagen für die Eltern des Brautpaares.
Manni Müller – das Original – 0471/88448 und auf www.around-world.de/


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