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Aktuelles

20 Jahre Hagen Allstars im TiF 2010

Welcher Musiker wünscht sich nicht, dass er mit seiner Band ein Konzert vor vollen Rängen geben kann, und alle hören zu und sehen hin. Für die Hagen Allstars sollte es das Highlight ihres 20jährigen Bestehens werden, und dafür probten sie konzentrierter und intensiver als je zuvor, zumal auch noch zwei neue Bandmitglieder eingearbeitet werden mussten, das Programm runderneuert und speziell selektiert werden.

 

 

Heino de Witt

Die Band überlegt sich, unter Live-Bedingungen zu proben, verlegt den Arbeitsplatz vom kleinen Proberaum in die weitaus geräumigere Diele, baut so auf, wie es auch im TiF am 14. August sein soll. Heino de Witt, Freund und Toningenieur, ohne den kein Konzert mehr durchgezogen wird, reist extra für einen Tag aus Hannover an, um den „Neuen“ einen Platz auf dem Mischpult zu stecken. Ein Tag Aufbau, am nächsten Tag Probe, die Nerven sind angespannt, die Herzen der Musiker unter Strom, Jeans in Flammen.

 

Die Vorbereitungen

Und da ist auch noch der Mann von der Presse, der jedes Mitglied interviewt und pausenlos Bilder schießt. Es läuft prima, wenngleich an diesem Abend nicht alle Fehler ausgemerzt werden können. Immer wieder werden Schwachpunkte bis zum Erbrechen wiederholt, zweistimmige Soli verbessert, zwischendurch drei- und vierstimmige Gesangslinien gepaukt. Alles soll so gut wie möglich sitzen, um mit genügend Sicherheit die Bühne betreten zu können, ist der große Moment dann endlich da. Das TiF ist seit Tagen ausverkauft.

Vor dem Soundcheck im TiF

Das Konzert ist am Samstag, aber die Backline wird schon am Freitag aufgebaut, Kabel verlegt, Scheinwerfer eingestellt. Heino de Witt kommt aber erst am Tag des Events, und so wird der einzige Gastmusiker, Andreas Rost, Soundmann des TiF, zur wichtigsten Person. Er weiß wo was hingehört. Die Vorbereitung läuft bestens. Dann der Samstag. Die Band trifft früh ein, will sich mit dem Ambiente vertraut machen und einen ausgiebigen Soundcheck haben. Toning de Witt hat eigene Vorstellungen vom Stecken der Kabel und dem Ausrichten der Mikrofone. Einiges muss geändert werden. Trotzdem, die vorbereitenden Arbeiten des hauseigenen Mannes haben sich gelohnt, und der Soundcheck verschiebt sich nur um eine kurze, wenn auch Nerven aufreibende Zeit.

 

 

Geschafft!

Dann der Punkt X. Pünktlich um 20 Uhr tritt die Band vor ihre Fans und legt los. Erst noch ein wenig schüchtern, was sich weniger im Vortrag als in den Ansagen spiegelt. Capos müssen gesetzt, Gitarren gewechselt werden, das ist neu, und so entstehen kleine, knisternde Pausen, die wohl dem Einen oder Anderen im Saal die anfängliche Nervosität verdeutlichen. Es ist aber eine Premiere in der jungfräulichen Besetzung, und somit absolut verständlich. Das Publikum hyped die neun Musiker (Andreas Rost als Gast an der Percussion) vom ersten Moment an, und sie wachsen von Titel zu Titel über sich hinaus. Für diverse Soli gibt es spontan Zwischenapplaus, die Sprüche werden lockerer, jeder Musiker ist ständig in Bewegung, der zweite Set wird nur zu Fünft gestartet, ändert das Bühnenbild, diese Band lebt. Die Stimmung steigert sich bei den Akteuren wie auch beim Publikum. Als der letzte Ton der dritten Zugabe im TiF verhallt, das Publikum stehend applaudiert, die Schweiß getränkten Hemden mit was drin sich geschlossen verbeugen, sind sich alle einig – manche Tage sind wie Diamanten. Das könnte im nächsten Jahr an gleicher Stelle durchaus wieder so sein.


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