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Edo Zanki und Band - Wir zünden die Nacht an

Jörg Dudys und Edo Zanki

Wenn in der eigenen Stadt hochkarätige Rock Konzerte Mangelware sind, muss der Musikliebhaber reisen. Ohne Reservierung der Tickets kann es dann schon mal passieren, dass man sich mit glühender Kippe auf dem Parkplatz das Event nur in gedämpft rein tun kann. Das hätte so am 27./28. November 2009 in Stuhr beim Edo Zanki (und Band) Konzert passieren können; denn alle verkauften Karten ergaben ein Full House. Stuhr Kultur und die Acos Group setzten, passend zum 1.Advent Wochenende, ein wunderbares Glanzlicht, indem sie den in Baden Württemberg beheimateten Edo Zanki und Band verpflichteten.

Get Rhythm...

Von Anfang an ließ Zanki keine Zweifel aufkommen, er war den weiten Weg nicht gereist, um nur seiner Leidenschaft zu frönen. Gemeinsam mit dem Publikum die Nacht anzuzünden stand am Anfang der Setliste, und mit wenigen Sätzen läutete er die Kommunikation zu einem begeisternden, weit von jeglicher Lagerfeuer-Romantik entfernten Konzert ein. Dass es auch in Stuhr und umzu Radios und CD Player gibt, Rock, Funk und Soul gehört werden, bewiesen die Gäste, indem sie auf Fingerzeig des blendend aufgelegten Sängers die Refrains mitsangen. Es war einfach. Man brauchte sich der Musik, die da mit sehr viel Wärme und Spielfreude von der Bühne kam, nur zu öffnen.

So tief kann die Welle gehn, wenn sie vorher hoch schlug!

So fiel es wohl niemandem auf, dass der zur Urbesetzung der neuen Formation gehörende Maze Leber an den Keyboards fehlte. Der kurzfristig eingesprungene „Ersatzmann“ legte den Teppich in den Balladen, war virtuos in seinen Soli und groovte zusammen mit Jörg Dudys an der Gitarre in den Abgehnummern, und hielt bei Bedarf Sichtkontakt mit Drummer Mario Garuccio, der zusammen mit Willy Wagner am Bass ein Fundament legte, in das man sich reinsetzen konnte. Feinfühlig, explosiv, gnadenlos gut. Wäre der Rathaussaal nicht bestuhlt gewesen, zum Hören hätte eine euphorische Tanzarie kommen können. Get rhythm!

Helfende Hände - Melanie und Olli

Berührende Texte, steiniger Lebensweg erlittener Leiden (Heimkommen) oder tief empfundene Glücksmomente (Wir zünden die Nacht an), ob nun aus eigener Feder, der seines Bruders Vilko oder anderer Schreiber, ehrlich und aus dem Boden seiner Seele interpretiert, dass einem das Herz aufging. Es ist an der Zeit, dass man wieder über ihn und seine Musik spricht, seine Konzerte besucht. Er und sein vielseitig talentiertes Quartett haben es sich verdient und es zumindest geschafft, sich den Status einer Live-Legende mit Potenzial für eine große Zukunft zu erspielen. Alles in allem ein brillant arrangiertes Feuerwerk, das seinesgleichen sucht. Sollte das nicht gefunden werden, muss eine Wiederholung her. Vielleicht auf dem Sommer-Festival auf Gut Varrel in 2010? Auf Nummer "Sicher" gehen als Empfehlung, eine, oder zwei, oder mehr CDs nach dem Konzert erstehen.

Und nach dem Konzert ab in "Candýs Droom" in Bremen Brinkun.

 

Auch nach dem Konzert bester Laune: Band, Promoter und Freunde
Spaß am Musizieren, Hens Hensen (Mitte) und Jam-Kollegen sorgten für tolle Stimmung.

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