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Aktuelles

Das Rätsel der Großspur..

oder weshalb Mancher nun auf Felgen kaut..

Es sollte das Event des Jahres in seiner Art werden mit Purple Schulz und Michy Reinke und diversen anderen lokalen Größen auf, oder neben der Spur des Butjer- und des Jahrmarktes. Zwei große Bühnen sollten da auf dem Ernst-Reuter-Platz stehen, inklusive erstklassiger Beschallung. Den weit angereisten Gästen hätte es gefallen, wären sie denn auch gekommen, wie es das große, weiße Transparent wochenlang versprach. Die lokale Presse ging diese Veranstaltung in der Vorankündigung etwas dezenter an, als hätte sie etwas geahnt. Aber was hätte sie ahnen können, das Musiker und Beschaller, die bereits Verträge unterschrieben hatten, eigentlich schon vom ersten Tag der Planung befürchtet hatten: Alles eine Spur zu groß. Die Hop oder Top Mentalität des Planungsbüros wies deutliche Parallelen zum Klippensprung der Lemminge auf. Teure Acts, die für die „halbe“ Gage engagiert worden waren, rochen den Braten rechtzeitig und „sagten ab“. Aus zwei Tagen Musikprogramm, das von zwei professionell bestückten Bühnen kommen sollte, wurde letztlich eine schlecht gepflasterte Baustelle für Lückenbüßer auf einer Blechbüchse. So etwas scheint man in Wiesbaden zu kennen, spielte erst einmal brillant auf, um dann enttäuscht und mit leeren Händen wieder gen Süden zu ziehen, vorausgesetzt, der Sprit hat gereicht für die Heimfahrt. Für die meisten Engagierten galt der Spruch: “Nachher ist man immer schlauer!“ Das ist zwar nicht die gewünschte Lösung, für die es ja nun eh zu spät ist, aber es macht deutlich, dass sie das Problem lieben. Die Fragen, die nun zwangsläufig bei den betroffenen Künstlern auftauchen, werden spätestens in ein paar Wochen unbeantwortet in einer Schublade verschwinden. Die Frage, ob sie auch in Vergessenheit geraten, ob der Name der Stadt, in der sie auftreten sollten, nun erstmal mit einem bitteren Beigeschmack in den Mund genommen wird, bleibt ebenfalls offen. Fest steht, dass jeder Involvierte sich seinen Teil denken wird, egal wie gut er am Ende des Tages informiert war.

Das gesamte Unterfangen war sicher kein Schuss ins Blaue, eher direkt ins Schwarze der Unüberlegtheit. Es wird sein wie es immer war, den Rest erledigt die „stille Post“. Der Wettergott hatte ein Einsehen, und goss am Sonntag seine Eimer über die Pudel. Aus manch Hobbyfischer, dessen geangelte Lachse schon vorher tot den Bach runter gingen, wurde häufig irgendwann ein Held des Hakens.




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